Betrachtung der 3D-Bilder Zur Betrachtung stereoskopischer Abbildungen gibt es sehr viele unterschiedliche optische Vorrichtungen und Apparaturen. Da nicht jeder Besucher von 3DWEBSITE ein solches Stereoskop besitzt, werden hier die folgenden Methoden angeboten: Betrachtung der seitenrichtig angeordneten Halbbilder mit parallel gerichteten Blickachsen Betrachtung der seitenvertauscht angeordneten Halbbilder mit gekreuzten Blickachsen Betrachtung der in rot und blau übereinander gelegten Halbbilder mit einer Farbfilterbrille
Die beiden erstgenannten Techniken des freien Sehens erfordern zu Beginn zwar etwas Übung, aber wenn man sie erst einmal erlernt hat, geht es sehr leicht und sie bereiten bald überhaupt keine Mühe mehr. — Voreingestellt ist jeweils die parallele Bildanordnung (linkes Bild links, rechtes Bild rechts); Sie können die Einstellung jederzeit ändern und eine andere Betrachtungsmethode ausprobieren, indem Sie auf die Schalter am oberen Bildschirmrand klicken.
Parallel gerichtete Augachsen Der sicherste Weg, den Blick für beide Augen parallel zu richten, besteht darin, einen mindestens 30 — 40 cm langen und ca. 15 cm breiten Karton senkrecht zwischen die Bilder zu halten. Wenn man dann nahe genug an diesen Karton herangeht, sieht jedes Auge zwangsläufig nur jeweils ein Bild. Sobald sich der Blick — wie beim Sehen in die Ferne — entspannt, werden beide Bilder verschmelzen und zu einem dreidimensionalen Eindruck verarbeitet. Versuchen Sie es zuerst an einem möglichst einfachen Beispiel (etwa an Bild 9 aus der Serie »Das große Krabbeln«) und stellen Sie — wenigstens vorübergehend — Ihren Monitor auf eine höhere Auflösung ein; dadurch werden die Bilder kleiner und können leichter verschmolzen werden. Nach einiger Gewöhnung an diese Technik können Sie auf den Karton verzichten und die Fusion der beiden Bilder auch ohne mechanische Hilfsmittel herbeiführen. Aus physiologischen Gründen lassen sich auf diese Art jedoch nur stereoskopische Bildpaare bis zu einer bestimmten Breite betrachten; um auch größere Formate freiäugig zu bewältigen, bedarf es der zweiten Methode mit gekreuzten Augachsen, die nachstehend erläutert wird. Wenn man bei dieser Betrachtungsmethode übrigens die Anordnung der Halbbilder wechselt (R — L statt L — R), kehrt sich die Raumwahrnehmung um und man sieht plötzlich ein „Negativ des eigentlichen Raumbildes.
Gekreuzte Augachsen Die Blicktechnik mit gekreuzten Augachsen gleicht dem willkürlichen Schielen; allerdings kommt es hierbei noch darauf an, die beiden Stereohalbbilder auch scharf zu sehen. Am besten nehmen Sie zunächst in Armeslänge vor dem Bildschirm Platz. Strecken Sie einen Arm aus und halten den Daumen nach unten; schließen Sie jetzt abwechselnd erst das eine, dann das andere Auge und verändern die Haltung Ihres Armes so, dass Ihr Daumen beim Blick mit dem linken Auge auf ein einzelnes Element im rechten Bild zeigt und beim Blick mit dem rechten Auge auf das entsprechende Element im linken Bild (beispielsweise auf die obere blaue Kugel in Bild 3 aus der Serie »Das große Krabbeln«). Dazu müssen Sie den Arm mehr oder weniger weit ausstrecken und sich vielleicht auch etwas weiter vom Bildschirm entfernen. Wenn Sie soweit sind, fixieren Sie Ihren Daumen schließlich mit beiden Augen; Sie werden dann drei Bilder nebeneinander wahrnehmen, von denen das mittlere plastisch erscheint. Entfernen Sie nun langsam den Daumen und versuchen Sie dabei, diese — gekreuzte — Augenstellung beizubehalten. Auch hier wird der Bildraum umgestülpt, wenn man die parallele Anordnung (L — R statt R — L) einschaltet, das Bildpaar aber mit gekreuzten Blickachsen betrachtet.
Anaglyphen Die Betrachtung von — rot/blau übereinander gelegten — Anaglyphen gelingt jedem, der überhaupt zur räumlichen Wahrnehmung mit zwei Augen fähig ist, auf Anhieb — übrigens auch Farbenblinden. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine entsprechende Farbfilterbrille. Um die Plastizität der Abbildungen wahrzunehmen, halten Sie den roten Filter vor das linke und den blauen Filter vor das rechte Auge. Dabei wird im Blaufilter der Brille das blaue und im Rotfilter das rote Halbbild unsichtbar und jedes Auge erblickt so nur den jeweils ihm zugeordneten — gegenfarbigen — Bildteil. Hält man die Brille anders herum, verkehrt sich auch hier der Tiefeneindruck wieder in sein Gegenteil: Nahes erscheint fern, Fernes nah. Beachten Sie bitte, dass je nach Einstellung des Monitors (Kalibrierung) bzw. je nach verwendeter Anaglyphenbrille die Farben durch die Filter möglicherweise nicht vollständig gelöscht werden; in diesem Fall sehen Sie noch Reste des jeweils anderen Bildes — so genannte Störbilder — hindurchschimmern. |