Bühnenbildentwürfe

Achim Bahr: Der Roboterarm mit Freiheitsgraden

Roboterarm
mit Freiheitsgraden

Die erst im Oktober 2003 (konzertant) uraufgeführte Oper »Rainulf und Adelasia« von Siegfried Wagner (1869 – 1930) und sein op. 9, »Der Heidenkönig«, das seit 1934 nicht mehr auf der Bühne zu sehen war, sollen szenisch realisiert werden. In beiden Werken sind — verschlüsselt — autobiografische Spuren des Komponisten — Sohn Richard Wagners und Enkel von Franz Liszt — zu finden, die in den Regiekonzepten von Prof. Dr. Peter P. Pachl herausgearbeitet werden.
 
Bei »Rainulf und Adelasia« bildet die Atmosphäre eines Gerichtssaals die durchgängige Konstante, wobei im dritten Akt eine spektakuläre Feuerbeschwörung zu realisieren ist. In »Der Heidenkönig« soll dagegen eine Schar kleiner Roboter mitwirken, die mit den Sängerdarstellern interagieren und ins Geschehen eingreifen. Zur Vorbereitung dieser Inszenierungsarbeit entstand neben einer Reihe von Studien und Skizzen auch eine stereoskopischanamorphotische Animation, die senkrecht auf den Boden projiziert wird. Sie wurde erstmals während der Stereoscopic Displays and Applications Conference vom 17. bis 19. Januar 2005 in San Jose, Kalifornien, USA, gezeigt. — Einige kurze Sequenzen daraus (in normaler Perspektive) werden bald hier zum Download angeboten; falls Sie darüber informiert werden möchten, sollten Sie unseren Newsletter abonnieren.

Der Plakatentwurf für das neueste Opernprojekt, »Der Kobold« von 1903, deutet bereits die düstere Thematik des Werkes an: Abtreibung und Kindesmissbrauch; die Premiere im Stadttheater Fürth war am 10. November 2005.